Nie wieder Angst vor dem Amt

Kennen Sie die Angst, die in Ihnen aufsteigt, wenn der Postbote Ihnen ein amtliches Couvert nach Hause bringt?

Wenn Sie nicht wissen wie Sie diese Angst bekämpfen können, wird der Schock jedes Mal grösser, wenn dies geschieht. Wenn Sie wissen wollen, wie mit dieser Angst umzugehen ist, lesen sie weiter…

Bei meinen Recherchen habe ich festgestellt, dass Amtsleute meistens eine sogenannte  Amtssprache lernen. Zum Beispiel spricht eine Amtsperson wenn es Sie betrifft, nicht von Herrn oder Frau Müller, sondern von der Fall-Nummer  10 oder  Fallnummer 1001. So nennt das Steueramt der Stadt Zürich Sie nicht Herr oder Frau Müller, sondern der Pflichtige oder die Pflichtige. Gemeint sind Sie. Und Sie fühlen sich dann schlecht und wissen gar nicht warum. Sie werden auf diese Art emotional missbraucht, was die Amtssprache auch will. Denn so können sich diese Amtsleute selbst emotional von dem was sie selbst schreiben emotional völlig distanzieren. Diese Praxis wurde zur Genüge im 2. Weltkrieg angewendet. Sie werden „nummerieiert“. Das löst in Ihnen auch Angst aus.

Sehr viele Menschen, die auf den Ämtern arbeiten fällen sehr viele Entscheidungen aus der Emotion der Angst. Auch, dass sie sich sehr schnell angegriffen fühlen. Und dass diese Amtsleute, wenn etwas schief geht, in der Regel ein Schreiben verfassen, indem sie die Schuld Ihnen zuschieben. Auch stellte ich fest, dass die meisten Amtsleute für ihr Handeln Ihnen gegenüber keine Verantwortung übernehmen.  Macht eine Amtsperson aus einem Saldo von minus 170’000.- ein plus von 170’000.- findet sie sicher einen Weg, Sie wegen unklarer Ausdrucksweise zu belehren und zu schreiben, Ihre Angaben seien mangelhaft gewesen.

Die Lösung ist, dass Sie diesen Amtspersonen gegenüber sehr freundlich und bestimmt auftreten, und klar zeigen, wo der Grenzstein ist, wo Sie Ihren ganz persönlichen Gartenhag gestellt haben, damit Amtspersonen nicht ständig in Ihren Garten „pinkeln“. Erstaunlicherweise brauchen die meisten dieser Amtsleute etwas Widerstand in der Kommunikation. Das macht sie so richtig glücklich. Sie sind sich gewohnt, Befehle anzuordnen, und gewohnt, dass die meisten ohne den Verstand selbst zu gebrauchen, diese Befehle ausführen. Nur – wirklich glücklich macht dies selbst die Amtspersonen nicht.

Es sind vom Typ her sehr oft die Kopf-extrovertiert talentierten Menschen die in Amtspositionen arbeiten. Dadurch dass diese Personen ihr Haupttalent sehr oft im Resultatorientierten Denken haben, und nicht geeignet sind um eine gesunde Basis für grössere Projekte zu bauen dürfen Sie nicht überrascht sein, wenn Ihre persönlichen Anliegen zuerst einmal völlig übergangen werden. Diese Art Menschen übersehen oft sehr wichtige kleine Details. Dinge die für Sie persönlich von sehr grosser Bedeutung sind oder sein könnten. Haben Sie keine Angst, seien Sie freundlich hartnäckig und weisen Sie diese Amtspersonen immer wieder deutlich auf das hin was für Sie wichtig ist. Vielleicht wirft Ihnen eine Amtsperson vor, Sie seien zerstreut oder ein Chaot. Dies passiert oft, wenn Sie einfach nur temperamentvoll sind. Lassen Sie sich nicht Ihr Temperament nehmen! Wenn Ihnen eine Amtsperson als herrschsüchtig erscheint, lassen Sie die Amtsperson wissen, wo der Gartenhaag steht. Schützen Sie sich! Viele Amtspersonen haben durch ihr häufigst angetroffenes Profil in ihrer Berufsgattung, nämlich des Kopf-extrovertierten Menschen auch sogenannte „Alpha-Tiere“ , Direktorentypen, Machertypen und Managertypen ein eher arrogantes, einschüchterndes Auftreten und wirken nach aussen sehr sicher, im Inneren werden sie aber nur allzu oft von der Emotion Angst geleitet.

Man hört von ihnen oft das erste Mal,  wenn ganz unerwartet der Postbote an der Haustür klingelt und ein amtliches Schreiben in der Hand hält.

Die Lösung heisst: Ich bin jetzt sehr mutig, stark und kämpfe für meine persönlichen Rechte mit Ausdauer und Disziplin den Kampf der vor meinen Füssen liegt, bis mir von den Ämtern Gerechtigkeit widerfährt. Nicht weil ich erwarte dass die Amtspersonen sich ändern, sondern weil ich jetzt weiss, die Hauptemotion aus der heraus in den Ämtern sehr oft entschieden wird – vor allem während einer Wirtschaftskrise – ist die Angst.

Und von Angst sich anstecken lassen wäre unklug. Darum kämpfe ich den guten Kampf für meine Rechte bei den Ämtern, weil ich etwas für mich ganz persönlich tun will.

Der Sieg geschieht nicht in der Verteidigung sondern im Angriff.  Terrain gewinnen Sie diesen Menschen gegenüber häufig nur, wenn Sie dafür kämpfen. Selbstverständlich meine ich nicht körperliche Gewalt sei anzuwenden! Sondern dass Sie mit Ausdauer vielleicht mal ein Schreiben mehr versenden oder ein Gang mehr zu den Ämtern machen, als Sie wirklich möchten, einfach nur darum, weil die  häufigste anzutreffende Menschenart in den Amtstuben wirklich amtlich anonymisiert und unmenschlich denken. Sie arbeiten ja meist mit Nummern und nicht mit Menschennamen.

 

Foto © alphaspirit – Fotolia.com

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